Schulleiter Dr. Kühling an die Schulgemeinschaft:Anfang der Weihnachtsferien

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Datum:
21. Dez. 2020
Von:
Dr. Carsten Oerder

An die Schulgemeinschaft

Türfoto 1 bearbeitet
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Hersel, d. 20. Dezember 2020

am vierten Advent

Liebe Schülerinnen, liebe Eltern,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

wenn wir nun die am Anfang und am Ende verlängerten Weihnachtsferien beginnen dürfen, ist das Anlass, Dank zu sagen: Dank für die vielfältig gelebte Gemeinschaft und Solidarität in der Schule, Dank für die Vorsicht und Umsicht bei der Bekämpfung der Verbreitung des tödlichen Coronavirus, Dank für die Geduld und Ausdauer, die Unterstützung bei ungewöhnlichen Maßnahmen, und Dank für die Offenheit, neue Wege zu erproben und zu gehen – manchmal auch im System von Einbahnstraßen!
 
Wir mussten lernen, Verzicht zu üben. Vieles, seit Jahren vertraut und oft das Schulleben prägend, durfte nicht stattfinden, musste abgesagt werden: viele persönliche Begegnungen, viele Gesprächsformate, Fahrten, Exkursionen und Kontakte über die Schulmauern hinweg, manch Essentielles in unseren Schulfächern, wie z. B. das Singen oder der "Kontaktsport".
Dies betraf uns auch im persönlichsten Bereich: so durften wir in dieser Woche unserem verstorbenen langjährigen ehemaligen Kollegen, Herrn Dieter Wylegala, Lehrer für Kunst und Deutsch, nur im kleinsten Kreis das letzte Geleit geben. Möge er ruhen in Frieden! 
 
Eine derzeit besonders geforderte Disziplin ist die Kommunikation auf Distanz, das Lernen auf Distanz. Dabei sind wir alle Lernende: wir gewöhnen uns an „Video-Konferenzen“, neue Online-Plattformen und die Steigerung des Austauschs auf elektronischen Pfaden. Dies ersetzt zwar nicht das persönliche Gespräch, aber es bietet neue Chancen in der Not der Pandemie. Wir haben Zeit und Kreativität in diesen Bereich investiert: ein besonders großer Dank gilt den IT-„Spezialisten“ in unseren Kollegien, die uns an die Hand nehmen und unermüdlich, Schritt für Schritt, mit den neuen Techniken und deren positiven Möglichkeiten vertraut machen. 
 
Euch Schülerinnen sei Dank gesagt, dass Ihr unsere Konzepte mittragt, dass Ihr sie mit nutzt, dass Ihr uns wertvolle Hinweise auf Verbesserungen gebt und dass Ihr euch gegenseitig vielseitig unterstützt und Verantwortung füreinander übernehmt. Es stärkt uns alle in der Zeit des Verzichts, dass wir seit August dieses Jahres wieder viele „Präsenzstunden“ mit Euch erleben durften; denn wir erleben Eure Fröhlichkeit, Eure Spontanität und Eure vielfältigen und oft großartigen Leistungen am liebsten direkt und persönlich.
 
Wir danken Ihnen, liebe Eltern, die Sie uns in unseren Bestrebungen hilfreich und mit Verständnis zur Seite stehen, gerade dann, wenn Informationen rasch weiterzugeben sind. Wir freuen uns über aufmunternde und anerkennende Rückmeldungen, und wir sind dankbar, dass auch Sie sehr viel Geduld in dieser Krisensituation aufbringen.
 
Großer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Sekretariaten, der Hausmeisterei, der Schulmensa, der Ümi und der Bibliothek! Sie alle werden mit immer neuen Herausforderungen konfrontiert, reagieren stets freundlich und sorgen unermüdlich dafür, dass der Schulbetrieb möglich bleibt. 
 
Ein sehr herzlicher Dank gilt Ihnen, liebe Lehrerinnen und Lehrer! Sie leisten mit immensem Fleiß Ihren Dienst, stellen sich den enormen mehrfachen Belastungen, denen wir derzeit unterworfen sind. Dabei leiten Sie Ihre Schülerinnen umsichtig auf dem Weg zum Schulerfolg und spornen sie immer wieder aufs Neue an. Sie alle haben die besonderen organisatorischen Bedingungen angenommen und auf vielfältige Weise dazu beigetragen, dass wir gemeinsam gegen die Verbreitung des gefährlichen Virus vorgehen. Dabei stützen und ermutigen Sie sich gegenseitig vorbildhaft. Großer Dank auch der erweiterten Schulleitung, Enormes wurde in der Krise gestemmt; nur zwei Beispiele seien angeführt: die aktuelle Klausurplanung für die Oberstufe erfolgte gerade zum dritten Mal und das Anmeldeverfahren für die nächste Schülerinnengeneration läuft in vollem Umfang.
 
Der direkte Umgang mit Coronavirus-Infektionen in der Schule traf uns relativ spät, aber dann unaufhörlich. Dies erforderte sehr viel Sorgfalt, Umsicht und zielgerichtete Kommunikation, mit den Betroffenen und ihren Familien, auch mit den Behörden. Hierbei wurden wir umfassend, auch durch unseren Schulträger, unterstützt. Alle Betroffenen haben uns unmittelbar geholfen, aber die Fragen und Unsicherheiten wurden in den letzten Wochen auch bei uns immer bedrängender. Das Virus duldet keine Routine, es greift weiterhin aggressiv und gefährlich an. Unsere guten Wünsche und Gedanken sind bei allen, die durch die Infektion erkrankt waren und sind, und sodann bei allen, die in Quarantäne ausharren mussten und müssen, auch zahlreiche Familienangehörige! Wir wünschen allen die baldige vollständige Genesung!
 
Unser Ausblick auf das neue Jahr ist geprägt von der Sehnsucht, dass die Welt die Krise der Pandemie überwinden möge. Wir wissen nicht genau, was uns 2021 erwartet. Aber es ist wohl klar, dass es weiterhin äußerster Disziplin bei den Hygienemaßnahmen bedarf, dass wir uns solidarisch von Umsicht und Vorsicht leiten lassen, dass viel Geduld geübt werden muss. Das Tragen der Masken wird uns noch lange abgefordert werden und, angesichts der tödlichen Bedrohung, bleibt das eine Selbst­verständlichkeit.
 
Aus der Lockdown-Woche gibt es zwei Impulse für die gesamte Schulgemeinschaft: 1. In der Fachgruppe Musik, die keine vorweihnachtlichen Konzerte veranstalten konnte, ist ein kleines Video erstellt worden mit musikalischen Grüßen zur Weihnacht – auch mit Kollegen unserer Partnerschule CoJoBo. Dank an alle Mitwirkenden! Auf unserer Homepage findet Ihr / finden Sie den Pfad zu diesem Video. 2. Frau Tannenläufer hat in sehr einfühlsamen Versen einen weihnachtlichen Gruß formuliert und stimmungsvolle Bilder für uns eingefangen, was ebenfalls auf der Homepage zu finden ist. 
 
Nun hat die Weihnachtswoche begonnen, in der wir uns in „Vorquarantäne“ auf die Begegnungen im kleinen Kreise vorbereiten dürfen. 
Die Feier der Geburt Jesu Christi soll uns ein Zeichen sein, dass wir uns auf das Wesentliche konzentrieren. Im Kleinen wächst Großes.
Möge Euch und Ihnen allen die Liebe der Heiligen Familie, das Geheimnis dieser Heiligen Nacht, neue Kraft und Zuversicht schenken!
 
Dr. Karl Kühling

Den Brief als Download finden Sie >> hier.