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Ist das Abitur gerecht? Ein Junior Science Café der Begabtenförderung

Moderation
Datum:
22. März 2026
Von:
Dr. Wirtz
Flyer

Am 14. März veranstaltete die Begabtenförderung des Ursulinengymnasiums eine Podiumsdiskussion zur Frage, ob das Abitur ein gerechtes Kriterium für die Zulassung zum Studium sei.

Den Auftakt machte Anna B. (Q1) mit einem Vortrag, in dem sie die grundlegende Ungerechtigkeit des Abiturs darlegte. Es sei unfair, da die Leistungsbewertung nicht objektiv sei und der soziale Hintergrund nach wie vor entscheidend sei. Außerdem sei es weder ein Intelligenznachweis noch teste es passgenau Fähigkeiten, die für einzelne Studiengänge erforderlich seien.

Den zweiten Vortrag hielt Franziska Müller-Rech, Abgeordnete des NRW-Landtags und schulpolitische Sprecherin der FDP. Sie legte unter anderem die politischen Schwierigkeiten dar, die einer ihrer Meinung nach erforderlichen Reform des Abiturs im Wege stünden.

Schließlich trug der Psychologe und Bildungsforscher PD Dr. Udo Käser von der Universität Bonn vor. Ausführlich beschrieb er die bereits seit über 70 Jahren bekannten Mechanismen, die einer objektiven Notenvergabe entgegenstehen

Vortrag Franziska Müller-Rech

Nach einer Pause, in der sich das Publikum bei Kaffee und Kuchen austauschen konnte, entstand eine lebhafte Diskussion, unter anderem zur Frage, ob in der Oberstufe die Wahlmöglichkeiten ausgeweitet werden sollten. Frau Müller-Rech und Anna Braun argumentierten für eine größere Wahlfreiheit, was sowohl motivational vorteilhaft als auch im Sinne der spezifischen Vorbereitung auf das Studium sei. Herr Käser dagegen votierte für das bestehende System, das Bildung anstelle von Ausbildung fördere und zur Teilnahme am demokratischen Diskurs befähige.

Die Veranstaltung wurde professionell moderiert von Lea N. und Diona S. (beide Q1). Die Schülerinnen der Begabtenförderung haben die gesamte Organisation selbständig durchgeführt und damit einen Beitrag zur Verbindung von Wissenschaft und Schule geleistet.