Unsere Spendenprojekte

Die Erzbischöfliche Ursulinenschule Hersel hat sich nach Abstimmung in allen schulischen Gremien dazu entschlossen, zunächst für die kommenden fünf Jahren drei ausgewählte soziale Projekte zu unterstützen. Die Arbeitsgruppe „Soziale Projekte“ hat aus einer Reihe von Vorschlägen schließlich folgende drei Projekte bestimmt, mit denen sich die Schülerinnen der Unter-, Mittel- und Oberstufe besonders gut identifizieren können. Jedes Projekt wird durch ein Team aus Lehrern, Eltern und Schülerinnen koordiniert, die jederzeit weitere Helfer gebrauchen können.

Im Laufe der kommenden Schuljahre möchten die Projektgruppen durch Aktionen der verschiedensten Art (Sponsorenläufe, Basare, Charity Essen und Singen u.v.a.m.) Gelder sammeln, um sie „ihren“ Spendenprojekten zukommen zu lassen.

Informationen zu den einzelnen Projekten finden Sie in den Schaukästen in den Gängen des Parkttraktes der Erzb. Ursulinenschule Hersel, eine Informationsmöglichkeit für die Gesamtinitiative ist für Anfang kommenden Jahres in der schuleigenen Bibliothek geplant.

 

Im Rahmen der Gesamtkoordination aller drei Projekte stehen Ihnen Schulseelsorger Wolfgang Pütz und Bettina Simon (Verwaltung) als Ansprechpartner zur Verfügung. Sie erreichen die Ansprechpartner auch über folgende E-Mailadresse: soziale-projekte(at)ursh.de.

Informationsmaterial

Die drei sozialen Projekte der USH werden >> hier in einem Flyer dargestellt.

Projekt "Pundo"

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Bereits im Schuljahr 2013/14 wurde die Initiative „Ein Herz für Pundo“ sehr erfolgreich als Klassenprojekt der damaligen G5a unterstützt. Unsere jüngeren Schülerinnen können sich durch die eigenen zurückliegenden Erfahrungen im Kindergartenalter gut in die Betroffenen hineinversetzen und verstehen die Notwendigkeit zur Unterstützung.

Die Initiative „Ein Herz für Pundo“ ist eine kleine, sehr aktive Gruppe von fünf Frauen, die nicht nur aus christlicher Überzeugung, sondern auch aus rechtlichen und organisatorischen Gründen als Gruppierung an der katholischen St. Dionysiusgemeinde in Rheidt angesiedelt ist. Hinter ihrem Team stehen mittlerweile ca. 300 Freunde und Förderer. Anstoß zu der Gründung der „Initiative“ war ein Bericht einer Jugendlichen aus der Gemeinde, Frau Jelena Staib, die im „weltwärts“-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Bonn ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Pfarrgemeinde Nyabondo/ Kenia verbrachte. Im Rahmen ihrer Tätigkeit „entdeckte“ sie den Kindergarten in Pundo, der in unvorstellbar schlechtem Zustand war und dringender Unterstützung bedurfte. Beim ersten Besuch in Pundo im Sommer 2010 konnten sich die fünf Damen ein Bild von der Situation machen und notwendige Schritte besprechen. Es wurde ein vierköpfiges „PUNDO-Committee“ gegründet, mit dem Chairman Father Fred Ogambi. Durch die sehr gute und enge Zusammenarbeit mit „ihren Leuten vor Ort“ und jährliche Besuche in Kenia kann „Ein Herz für Pundo“ garantieren, dass Spenden in vollem Umfang ankommen und entsprechend der Zweckbindung auch eingesetzt werden. Bis jetzt ist es gelungen, 100% aller Spendengelder wirklich für PUNDO-Village einzusetzen. Werbe- und Reisekosten wurden von den Damen aus ihrem privaten Budget bestritten. Mittlerweile sind sie auch bei Misereor-Aachen so anerkannt, dass ihre Spendengelder von dort sicher und ohne Transferkosten auf die Barclay-Bank in Kisumu geleitet werden.

Lesen Sie weiter unter dem Stichwort „Ein Herz für Pundo“ unter:
http://www.kath-siegmuendung.de/gruppen/eine-welt-gruppen/ein-herz-fuer-pundo.html 

Hier finden Sie den aktuellen Flyer des Pundo-Projektes!

Projekt "Balthasar"

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Schülerinnen der Mittelstufe werden gebeten, ihre Spendenaktionen besonders folgendem Projekt zugutekommen zu lassen:

Das Kinderhospiz Balthasar in Olpe.

Bereits in der Adventszeit des Schuljahres 2012/13 gingen Teile des Erlöses des Adventscafés an das Kinderhospiz in Olpe. Initiiert durch Kontakte der damaligen Klasse R7b mit ihrer Klassenlehrerin Frau Schneider wird das Kinderhospiz seitdem regelmäßig unterstützt und wurde nach Wahl der Arbeitsgruppe als Spendenprojekt für die Mittelstufe bestimmt.

Rüdiger Barth, Leiter Kinderhospiz Balthasar über die Arbeit des Hospiz:

 „Ihr Kind ist unheilbar krank, wir können nichts mehr für ihr Kind tun“ dieser Satz bringt die Familien aus den Fugen. Jedes Jahr erkranken über 4000 Kinder in Deutschland unheilbar. Für die Familien bricht alles zusammen, nichts ist mehr, wie es war. Die Pflege und Versorgung des unheilbar kranken Kindes steht im Vordergrund und damit zwangsläufig alles andere im Hintergrund! Der Weg von der Diagnose bis zum Tod des Kindes zieht sich oft über Monate, manchmal Jahre hin und verlangt von Eltern und Geschwistern das Äußerste. Damit die Familien auf dem schweren Weg nicht alleine sind, eröffnete im September 1998 das erste Kinderhospiz in Deutschland: das Kinderhospiz Balthasar in Olpe. Natürlich stehen im Vordergrund unserer Arbeit die erkrankten Kinder. Sie erleben ihren Alltag häufig mit dem Verlust von körperlichen und geistigen Fähigkeiten bei gleichzeitiger Zunahme der Hilfs- und Pflegebedürftigkeit, nicht selten mit Unwohlsein und Schmerzen. Das Kinderhospiz Balthasar ist ein „zweites Zuhause“ für das kranke Kind und seine Familie. Rund um die Uhr werden die Kinder von erfahrenem Personal aus den Bereichen Kinderkrankenpflege und Pädagogik betreut und versorgt. Wir sehen es als unsere Aufgabe, die nur noch kurze Lebenszeit der Kinder möglichst erfüllt und positiv zu gestalten. Die Eltern finden im Kinderhospiz Begleitung und Unterstützung. Sie werden von der Pflege der betroffenen Kinder entlastet. Geschwister erleben das Zusammensein mit dem erkrankten Kind oft auch als belastende Zeit: sie müssen Rücksicht nehmen, mit Einschränkungen leben und werden früh mit dem Thema Tod konfrontiert. MitarbeiterInnen im Kinderhospiz sind auch speziell für die Geschwister da. Sie gestalten entsprechende, altersgerechte Angebote und geben ihnen die Gelegenheit, neben Sorgen und Ängsten trotzdem Spaß und Freude zu erleben.

Die Website des Kinderhospiz finden sie >> hier

Projekt "Momotombo"

momotombo

Durch die Entstehungsgeschichte des Vereins begründet, wendet sich dies Spendenprojekt ehrenamtlicher Physiotherapeuten in Nicaragua an unsere Oberstufenschüler: Momotombo e.V.

Zu den Mitgründern des Vereins Momotombo e.V. gehören ehemalige Schüler und Schülerinnen des Collegiums Josephinums (Rudolf Heeg- Abitur 2007) und der Erzbischöflichen Ursulinenschule Hersel (Johanna Düren- Abitur 2009), die bereits im Dezember 2012 im Rahmen der Weihnachtsgottesdienste ihre Arbeit vorgestellt haben.

Aus: www.momotombo.de:

Ende des Jahres 2011 haben wir uns als eine Gruppe junger Menschen zusammengefunden, die alle eine Beziehung zu Lateinamerika haben. Sei es als Reisende, Freiwillige, Studierende oder einfach politisch Interessierte: jeder Einzelne hatte schon zuvor den Anspruch, die Welt nicht ihrem Schicksal hinzugeben, sondern aktiv etwas zu verändern. Rudolf Heeg arbeitete als Physiotherapeut ab Oktober 2010 zehn Monate lang freiwillig und unentgeltlich in Nicaragua. In dieser Zeit behandelte er täglich Kinder mit verschiedenen Einschränkungen und Behinderungen im Capítulo León von Los Pipitos. Mit seiner Abreise drohte nun das bis dahin Erreichte wieder in sich zusammen zu fallen. Zurück in Deutschland wurde der Gruppe bewusst, dass er in Nicaragua ein Projekt gefunden hat, für das man sich engagieren muss. Alle verbindet die Vision der Förderung behinderter Kinder in Nicaragua und so stecken wir allerhand Kraft und Stunden unserer Freizeit in diese Idee: Momotombo e.V.
In vielen Gegenden Nicaraguas wird eine körperliche oder geistige Einschränkung noch immer als eine Bestrafung Gottes angesehen. Eltern von behinderten Kindern sind mit dieser Situation oft überfordert, wodurch die betroffenen Kinder und Jugendlichen vernachlässigt werden. Es gibt kaum ein Bewusstsein darüber, dass eine frühe physiotherapeutische Behandlung die Lebensqualität der Kinder massiv erhöhen kann. Daher vermitteln wir PhysiotherapeutInnen nach Nicaragua. Dort arbeiten sie mit Kindern und Jugendlichen mit Einschränkungen und schaffen ein Bewusstsein für die Wichtigkeit physiotherapeutischer Arbeit. Wir sind der Überzeugung, dass soziale Entwicklung nur durch einen Austausch auf Augenhöhe und durch echte Kooperation zustande kommen kann. Langfristig möchten wir daher nicht nur deutschen PhysiotherapeutInnen die Möglichkeit bieten, in Nicaragua zu arbeiten. Wir möchten es auch jungen nicaraguanischen PhysiotherapeutInnen ermöglichen, nach Deutschland zu reisen, um dort Berufserfahrung zu sammeln. Auch hier haben Menschen mit physischen oder psychischen Einschränkungen mit Vorurteilen und Benachteiligungen zu kämpfen. Momotombo e.V. möchte in beiden Ländern einen Beitrag für mehr Toleranz im Umgang mit behinderten Menschen leisten und einen Austausch der Kulturen anregen.

Junge Menschen für den Freiwilligendienst zu interessieren ist ein Hauptanliegen des Vereins Momotombo e.V. und soll durch die Kooperation mit der Erzb. Ursulinenschule Hersel auch in den kommenden Jahren vorangebracht werden.

Unsere weitere vielseitige Unterstützung lobt der Verein regelmäßig in seinem vierteljährlich erscheinenden >> Newsletter