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Studienfahrt der Q2 im Herbst 2025:Reise nach Prag

Datum:
19. Jan. 2026
Von:
Aurelia F., Lena V.

Montag, den 6.10.2025

Am frühen Montagmorgen des 6.10.2025 traten wir, die Q2, zusammen mit unseren Lehrerinnen und Lehrern Frau Dr. Lenz-Kemper, Frau Käfer und Herrn Schemmann die zehnstündige Fahrt nach Prag an, wobei wir dank unseres Busfahrers Rudolf bereits gegen Nachmittag in Prag eintrafen.

Dort empfing uns unsere Reiseführerin Betty, welche uns die gesamte Woche zur Seite stand und uns durch das Programm führte.

Nach einem kurzen Halt an unserem sehr zentral gelegenen Hotel trafen wir uns am späten Nachmittag alle zusammen mit Betty vor unserem Hotel und brachen zu unserer ersten Stadterkundung auf. Auf dem Wege erzählte uns Betty bereits sehr viel zu der Geschichte Prags und auch über bedeutende Gebäude bzw. Orte, an denen zum Beispiel Franz Kafka während seines Lebens gewohnt hat.

Dienstag, den 7.10.2025

Der erste richtige Tag in Prag startete nach einem stärkenden Frühstück mit der Fahrt nach Terezín (Theresienstadt), auf der uns Betty mit weiteren Informationen bezüglich der umliegenden Landschaft und des anstehenden Programms versorgte. In Terezín, während der NS-Zeit Ghetto und KZ, besuchten wir zu Beginn das Jüdische Museum, welches über die Geschichte der Stadt und das Leiden der Insassen durch Original-Videos und Fotos informierte und diese plastisch illustrierte. Dabei erfuhren wir mehr über die zahlreichen Deportationen aus Theresienstadt in die Vernichtungslager. Daraufhin blieb uns noch ein wenig Zeit, die umliegenden, schön ausgebauten Straßen zu erkunden, welche die grausamen Taten der damaligen Zeit vertuschen sollten.

Im Folgenden setzte sich unsere Reise mit einem Besuch in der KZ-Gedenkstätte Theresienstadt in der „Kleinen Festung“ (Gestapo-Gefängnis) fort. Ein Museumsführer begleitete uns durch die einzelnen Bereiche des Gefängnisses und erläuterte währenddessen die Verbrechen, die hier während der NS-Zeit an den Menschen begangen wurden. Viele starben bereits vor Ort an den Folgen der Misshandlungen oder wurden in andere Lager deportiert. Zudem war es uns möglich, mehr über die ursprüngliche Erbauung der umliegenden Festung zu erfahren, die bereits seit dem Jahre 1790 existierte.

Zum Abschluss des Tages besuchten wir in Verbindung mit dem zuvor besichtigten KZ die Gedenkstätte des Dorfes Lidice, das von den Nationalsozialisten nach dem Attentat auf Reinhard Heydrich dem Erdboden gleichgemacht wurde und dessen Einwohner ermordet oder verschleppt wurden. Diese Taten des NS-Regimes haben uns alle erschüttert und weiter beschäftigt.

Mittwoch, den 8.10.2025

Am Mittwoch erlebten wir eine spannende Stadtführung durch die Prager Altstadt.

Unter dem Thema Franz Kafka erfuhren wir viel über den berühmten Schriftsteller und besuchten einige wichtige Orte seines Lebens. Während des Rundgangs schauten wir uns außerdem mehrere Sehenswürdigkeiten der Stadt an, wie zum Beispiel die Karlsbrücke und die John Lennon Wall. Ein Höhepunkt war der Aufstieg auf den Brückenturm, von dem aus wir eine beeindruckende Aussicht über Prag genießen konnten. Zum Abschluss besuchten wir die deutsche Botschaft, die sowohl politisch als auch historisch eine wichtige Rolle spielt. Abends haben wir gemeinsam eine Schifffahrt mit gemeinsamen Abendessen gemacht. Insgesamt war es ein erlebnisreicher und eindrucksvoller Tag.

Donnerstag, den 9.10.2025

Am letzten Tag unserer Studienfahrt führten uns Betty und ihre Kollegin Vera zum Kloster Strahov, welches auf einem Berg bei Prag liegt und uns eine wunderschöne Sicht auf die Stadt selbst ermöglichte. Im weiteren Verlauf zurück in Richtung der Innenstadt kamen wir an der Deutschen Botschaft und der Prager Burg vorbei, wobei es uns bei letzterer möglich war, einen Postenwechsel der Wachen zu beobachten. Nach einer Pause setzten wir unsere Erkundung unter anderem mit dem Besuch der Pinkas-Synagoge und der Spanischen Synagoge fort. In diesen war es uns möglich, einen Einblick in das Leben der jüdischen Menschen in der damaligen Zeit zu bekommen. Zudem ergab sich durch die Umwandlung der Pinkas-Synagoge in eine Erinnerungsstätte die Möglichkeit für uns, der Menschen, die den Holocaust nicht überlebten, zu gedenken und an sie zu erinnern, mit dem Gedanken, dass dergleichen niemals wieder geschehen möge.

Bilderserie Studienfahrt 2025 der Q2 nach Prag

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