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Überraschendes in Kolumba Köln – die Leistungskurse Katholische Religionslehre und Deutsch der Jahrgangsstufe Q2 im Kunstmuseum des Erzbistums

Die letzte gemeinsame Exkursion der Q2-Leistungskurse Katholische Religionslehre von Herrn Dr. Oerder und Deutsch von Frau Dr. Lenz-Kemper am 20. März 2026 führte uns passend zu unserem Schulprofil in das Kolumba-Museum in Köln.
Kolumba Museum Ausgrabung
Datum:
30. Apr. 2026
Von:
Dr. Lenz-Kemper
Kolumba Museum Einfuehrung

Kolumba, das Kunstmuseum des Erzbistums Köln, ist ein besonderes Museum. Auf den Ruinen der ehemals sehr bedeutenden Kölner Stadtpfarrkirche St. Kolumba wird hier mittelalterliche und moderne Architektur in einzigartiger Weise miteinander verknüpft. Denn der moderne Museumsbau ist nicht „über“ den Mauerresten von St.

Kolumba errichtet, sondern auf die vorhandenen Mauern aufgesetzt, wie uns unsere Begleiterin stolz erläuterte. So gelangten wir direkt zu Beginn des Rundgangs zum Höhepunkt der Ausstellung: zu den Ausgrabungen und dem „Herz“ des Museums, wo die modernen Wände auf den Resten der spätgotischen Außenmauern gründen. Gut erkennbar waren in den Grundmauern auch noch die fünf spätmittelalterlichen Kirchenschiffe und der ehemalige Friedhof unter dem Boden der Kirche, da es mitten in der Stadt keinen Platz für einen „Gottesacker“ außerhalb gab. Unsere Begleiterin erzählte uns, dass die Kirche St. Kolumba im Jahr 1943 während des Zweiten Weltkriegs fast vollständig zerstört wurde – nur eine mittelalterliche Marienstatue an einem Pfeiler stand noch, ein Zeichen für die Kölnerinnen und Kölner. Auch wir spürten die besondere Faszination des – eiskalten – Ortes, und viele Fragen wurden besprochen, z. B. zur Marienkapelle, die 1953 von Gottfried Böhm in die Ruine hineingebaut wurde.

Q2 LK Deutsch Lenz-Kemper

Im Anschluss erkundeten wir über schmale steile Treppenaufgänge den modernen Teil des auf die Kirchenruine aufgesetzten Museums, wo eine Vielzahl moderner Kunstwerke, teilweise in Korrespondenz zu älteren Stücken, präsentiert werden.

Das Museumskonzept beinhaltet ein unkommentiertes „Nebeneinander“ von Kunst aus verschiedenen Kontexten und die Ausnutzung von Licht- und Schatteneffekten weitgehend ohne künstliche Lichtquellen. Dies erlebten wir unter anderem bei der Kombination einer spätmittelalterlichen Skulptur „Christus in der Rast“ mit einer großformatigen Foto-Art-Serie mit Menschen zwischen kubistischen Formen, zum Beispiel Kreuzen. An dieser Stelle entspann sich eine lebhafte Diskussion, ob nicht eine Erklärung und historische Einordnung zu den Kunstwerken sinnvoll sei. Allerdings ist es gerade das Ziel des Museums, nichts über Hinweistafeln zu erklären oder die Betrachter zu belehren, sondern spielerisch etwas anzubieten, um in einen – ästhetischen – Dialog zu kommen. Dies ist in unserer Gruppe auf jeden Fall gelungen! Zudem fanden es einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch angenehm, einmal nichts lesen zu müssen. Auch wenn sich nach eigener Auskunft keine der Schülerinnen und Schüler die „Vier Gekrönten“, eine außergewöhnliche, ganz individuelle Darstellung von spätmittelalterlichen Kölner Handwerkern aus Sandstein, ins Wohnzimmer stellen würde, ermöglichten die Figuren doch auch durch ihre ungewöhnliche Aufstellung ein Schlaglicht auf die lange und bedeutende Kölner Stadtgeschichte.

Kolumba Gruppenbild LKs Oerder Lenz 2

Es ist das Un- und Außergewöhnliche, das Überraschende, was sich fest in unser Gedächtnis einprägt. Auf diese Weise werden wir die Zeit im und mit dem Bündelungsjahrgang nicht vergessen – und auch nicht die Ausstellung im Kolumba-Museum an einem entspannten Vormittag mit unseren Kursen am Ende der Schulzeit.